Duales Studium: So funktioniert Studieren mit Gehalt
Studium und Praxis im Betrieb, dazu ein monatliches Gehalt: Wie ein duales Studium aufgebaut ist, welche Modelle es gibt und für wen es sich lohnt.
Ein duales Studium verbindet ein Hochschulstudium mit Praxisphasen in einem Unternehmen. Du bist von Anfang an im Betrieb angestellt, sammelst Berufserfahrung und bekommst jeden Monat eine Vergütung. Das klingt nach dem Besten aus zwei Welten – ist aber auch anspruchsvoll.
Die zwei häufigsten Modelle
- Ausbildungsintegriert: Du machst parallel zum Studium eine anerkannte Berufsausbildung. Am Ende hast du zwei Abschlüsse – den Bachelor und den Berufsabschluss, etwa vor der Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer.
- Praxisintegriert: Das Studium wird von langen Praxisphasen im Unternehmen begleitet. Einen zusätzlichen Ausbildungsabschluss gibt es hier nicht.
Daneben gibt es berufsbegleitende Formen für Menschen, die schon eine Ausbildung oder Berufserfahrung haben und neben der Arbeit studieren.
Wie der Wechsel zwischen Hochschule und Betrieb aussieht
Wie Theorie und Praxis verteilt sind, legt die Hochschule fest. Beim Blockmodell wechselst du alle paar Wochen oder Monate zwischen Hörsaal und Betrieb. Beim Wochenmodell sind die Tage aufgeteilt, etwa drei Tage Betrieb und zwei Tage Hochschule. Wichtig zu wissen: Die vorlesungsfreie Zeit ist bei einem dualen Studium in der Regel Arbeitszeit. Urlaub hast du so viel, wie dein Vertrag vorsieht.
Vertrag und Vergütung
Du schließt einen Vertrag mit dem Unternehmen. Darin stehen Vergütung, Arbeitszeit, Urlaub und oft auch, ob der Betrieb Studiengebühren übernimmt – das ist vor allem bei privaten Hochschulen wichtig. Bei ausbildungsintegrierten Studiengängen gilt für den Ausbildungsteil das Berufsbildungsgesetz, einschließlich der gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung.
Lies die Bindungsklausel. Manche Verträge verpflichten dich, nach dem Studium eine bestimmte Zeit im Unternehmen zu bleiben, oder verlangen sonst übernommene Kosten zurück. Das ist nicht unüblich – du solltest es aber vor der Unterschrift wissen.
Für wen es sich lohnt
Ein duales Studium passt, wenn du Theorie und Praxis gleichermaßen magst, gut organisiert bist und früh eigenes Geld verdienen willst. Die Kehrseite: Die Belastung ist hoch. Prüfungsphasen und Arbeit laufen oft parallel, freie Semesterferien wie im Vollzeitstudium gibt es nicht. Wer das weiß und will, hat nach dem Abschluss Berufserfahrung, einen Abschluss – und häufig schon eine feste Stelle.
So findest du einen Platz
Du bewirbst dich beim Unternehmen, nicht bei der Hochschule – der Betrieb arbeitet mit einer Partnerhochschule zusammen. Viele Unternehmen besetzen ihre Plätze etwa ein Jahr im Voraus. Plane deine Bewerbung also frühzeitig.
Alle aktuellen Angebote aus dem Bergischen Land findest du in der Rubrik Duales Studium. Wie du dich überzeugend bewirbst, steht in unseren Bewerbungstipps.
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