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Praktikum finden: So klappt es auch ohne Kontakte

Ein Praktikum zeigt dir, ob ein Beruf zu dir passt, und öffnet oft die Tür zum Ausbildungsplatz. So findest und bekommst du eins.

2 Min. Lesezeit

Ein Praktikum ist der schnellste Weg herauszufinden, ob ein Beruf zu dir passt. Und es ist oft die Tür zum Ausbildungsplatz: Wer einen Betrieb im Praktikum überzeugt, hat bei der Bewerbung einen großen Vorsprung. Das Beste daran – du brauchst dafür keine Kontakte.

Welche Praktika es gibt

  • Das Schülerbetriebspraktikum gehört in NRW zur Berufsorientierung in der Schule und dauert meist zwei bis drei Wochen.
  • Das freiwillige Praktikum machst du zum Beispiel in den Ferien, um einen Beruf kennenzulernen.
  • Das Orientierungspraktikum hilft vor einer Ausbildung oder einem Studium bei der Entscheidung.
  • Das Pflichtpraktikum ist in vielen Studiengängen vorgeschrieben.

Wo du Praktikumsplätze findest

Viele Angebote stehen in unserer Rubrik Praktikum. Gerade kleinere Betriebe schreiben Praktika aber selten aus. Hier lohnt sich die direkte Anfrage: Wenn dich ein Handwerksbetrieb, eine Praxis oder ein Büro in deiner Nähe interessiert, frag einfach nach. Auch deine Schule und die Berufsberatung kennen oft Betriebe, die gern Praktikanten nehmen.

So fragst du an

  • Schreib eine kurze Mail oder ruf an. Sag, wer du bist, wann und wie lange du ein Praktikum machen möchtest und warum gerade dieser Betrieb.
  • Häng einen kurzen Lebenslauf an. Ein ausführliches Anschreiben ist bei einer Praktikumsanfrage meist nicht nötig.
  • Frag nach einer Woche freundlich nach, wenn du keine Antwort bekommen hast. Viele Anfragen gehen im Alltag einfach unter.

Gibt es Geld für ein Praktikum?

Das hängt von der Art des Praktikums ab. Für Pflichtpraktika in Schule, Ausbildung oder Studium gibt es keinen Anspruch auf den Mindestlohn. Dasselbe gilt für ein freiwilliges Orientierungspraktikum von bis zu drei Monaten. Dauert ein freiwilliges Praktikum länger als drei Monate, steht dir grundsätzlich der Mindestlohn zu. Viele Betriebe zahlen unabhängig davon eine kleine Aufwandsentschädigung – fragen kostet nichts.

So holst du das Meiste heraus

  • Sei pünktlich, frag nach und schreib dir auf, was du lernst.
  • Nimm dir kleine Aufgaben selbst vor, statt nur zuzuschauen.
  • Bitte am Ende um eine Praktikumsbescheinigung. Die kannst du späteren Bewerbungen beilegen.
  • Hat es dir gefallen, sag es. Die Frage nach einem Ausbildungsplatz ist nach einem guten Praktikum völlig normal.

Ein Praktikum ist ein Gespräch in beide Richtungen. Du testest den Beruf – und der Betrieb lernt dich kennen. Viele Ausbildungsverhältnisse entstehen genau so und nicht über eine Anzeige.

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